Einsatzmöglichkeiten

Hypnotherapie

Der Einsatz von Hypnose in der danach benannten Hypnotherapie ist wissenschaftlich und klinisch anerkannt und wird als Ergänzung zu vielen herkömmlichen Methoden eingesetzt. Bereits wenige Sitzungen können deutliche Veränderungen bewirken, entsprechend vielseitig werden die Hypnose und ihre Techniken in der Therapie verwendet. Man kann sie beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Suchtkrankheiten, Sprachstörungen,  zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen einsetzen. Schwere psychische Störungen oder Traumata sollten aber grundsätzlich nie selbst sondern nur unter Hinzunahme eines Therapeuten behandelt werden. Auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzen in Verbindung mit einem verhaltenstherapeutischen Kurzprogramm konnten Reduzierungen der Schmerzstärke nachgewiesen werden. In Österreich ist Hypnotherapie-unter dem Namen Hypnosepsychotherapie eine eigenständige anerkannte Psychotherapierichtung auf tiefenpsychologischer Basis unter Einbeziehung der Technik und des Menschenbildes von Milton Erickson.

Selbsthypnose

Wird die Trance ohne Fremdhilfe induziert, wird von Selbsthypnose bzw. Autohypnose gesprochen. In Ihrem Wesen ist die Selbsthypnose der Meditation nicht unähnlich, wenn gleich beide Methodiken zwei unterschiedliche Ziele verfolgen: Wo bei der Meditation die Aufmerksamkeit tendenziell eher unbestimmt nach außen gerichtet ist, zielt die Selbsthypnose auf eine intrapsychische Konzentration ab. Selbsthypnose ist nicht schwieriger, als von einem Gegenüber hypnotisiert zu werden, obwohl beide Rollen (Hypnotiseur und Hypnotisand) gleichzeitig wahrgenommen werden müssen. Jedoch ist keine so tiefe Trance erreichbar, da ein Teil des Bewusstseins mit der äußeren Struktur der Hypnose beschäftigt ist; umgekehrt kann jede Hypnose-bis zu einer gewissen Tiefe - als Selbsthypnose unter Anleitung verstanden werden. In der Selbsthypnose kann der Verlauf der Hypnose und die Auswahl an Suggestionen sehr genau gesteuert werden: Niemand kennt sowohl das, was gerade erlebt wird, als auch eigene Wertvorstellungen und Bedürfnisse besser als man selbst.

Die Vorgehensweise unterscheidet sich kaum von der einer Fremdhypnose. Ob und wie man sich anspricht oder ob man die Suggestionen ausspricht, vor sich hinmurmelt oder nur denkt, hat dabei keinen Einfluss auf die Wirkung. Da die Suggestionen Konstrukte des eigenen Denkens sind, sind diese auch entsprechend gefärbt und von der unmittelbar erlebten Umwelt beeinflusst. So ist es normalerweise schwieriger , erst kürzlich aufgenommene abschweifende Gedanken zu ignorieren.

Bei einer Selbsthypnose werden meist weniger Phänomene wahrgenommen als bei einer Fremdhypnose. Das ist aber mit eigenen Zweifeln begründet, die während der Sitzung aufkommen und so Suggestionen unwirksam werden lassen. Zur Not können die Suggestionen auch auf CD oder Kassette aufgenommen werden. Wer dabei selbst spricht, sollte mit seiner Stimme vertraut sein, sie sollte in jedem Fall nicht als störend empfunden werden. Unabhängig vom Sprecher handelt es sich dann aber um eine Fremdhypnose und nicht mehr um Selbsthypnose. Ort und Zeit können als Anker dienen, indem sie für jede Sitzung gleich gewählt werden. Wenn man zu müde ist, schläft man ungewollt schon während der Einleitung ein; das ist nicht weiter problematisch. In diesem Fall sollte der Zeitpunkt gewählt werden, zu dem man noch nicht müde ist. Besonders in den ersten Sitzungen ist es schwierig, die Wirkungen der Suggestionen nicht zu bewerten. Jede Bewertung hat Einfluss auf den Gedanken- oder Redefluss. Wenn durch etwaige Bewertungen Zweifel am Wirken aufkommen, gibt man sich ungewollt Gegensuggestionen, die gegebenen Suggestionen werden nichtig. Es ist immer sinnvoll Erwartungen an die Selbsthypnose zurückzunehmen und besonders zu Beginn mit wenig spektakulären Phänomenen zu arbeiten. Da man sich Dinge nicht nicht-vorstellen kann, sollte eine affirmative und möglichst bildliche Sprache wie auch bei Fremdhypnose und Suggestionen selbstverständlich sein.

Mit zunehmender Erfahrung fällt es leichter, die Trance vom normalen Wach sein zu unterscheiden und man kommt auch schneller in Trance. Erfahrungen mit Meditation oder autogenem Training erweisen sich ebenfalls als hilfreich.

Wichtig für den Erfolg bei der Selbsthypnose ist eine gesunde Erwartung: Ähnlich der Hypnose hat auch die Selbsthypnose nichts mit spektakulären Veränderungen oder extremen Bewusstseinszuständen zu tun. Subjektiv mag sich die Selbsthypnose vielleicht nur wie eine leichte Entspannung anfühlen. Deshalb ist es wichtig, sich auf die Zielsetzung in der Selbsthypnose zu konzentrieren - die Wirksamkeit sollte hier im Vordergrund stehen. Als Ausnahme muss hier das Entspannungstraining genannt werden; gerade bei Angstpatienten kann Selbsthypnose hier eine wunderbare Wirksamkeit zeigen.

Leerhypnose

Bei einer Leerhypnose werden nach der Einleitung keine Suggestionen mehr gegeben, bis die Trance aufgelöst werden soll oder von selbst in Schlaf übergegangen ist. Es wird lediglich der entspannende Zustand genossen. Eine Leerhypnose ist bei Fremd- wie bei Selbsthypnose gleichermaßen möglich und mit Meditation vergleichbar.

Operative Anwendung

Für Operationen wird in der Regel der Einsatz konventioneller Anästhetika oder Narkotika bevorzugt, doch gibt es dokumentierte Fälle, in denen der Einsatz einer hypnotischen Trance genügte. Anekdotisch werden einem der Vorreiter der Hypnose, James Esdaile, Hunderte von anästetikumfreie Operationen in Indien zugeschrieben, die er angeblich nur mit Hilfe von Hypnose durchführen konnte.

Zahnmedizinische Anwendung

Bereits vor der systematischen Entwicklung von Anästhetika wurde die hypnotische Trance zur Schmerzkontrolle eingesetzt. Vermutlich durch (kognitive) Dissoziation vom eigenen Körper, können Teile der körperlichen Wahrnehmung ausgegrenzt werden. Dies hilft beispielsweise bei Patienten die allergische Reaktionen gegen Anästhetika entwickeln. Unter anderem sind damit auch Zahnbehandlungen unter Hypnose schmerz-und damit auch angstfreier durchführbar. Des Weiteren können über Suggestionen schädliche Gewohnheiten (Knirschen, Pressen, Nägelkauen, Daumenlutschen) therapiert werden.

Geburtshilfe

Die Praxis der Hypnose bei der Geburtshilfe hat eine lange Tradition und ist erst in den letzten zwei Jahrzehnten, wahrscheinlich durch die verstärkte Anwendung der chemischen Anästhesie in den Hintergrund getreten. Spezielle Konzepte zur Hypnose in der Geburtsvorbereitung sind:

  • Hypnoanästhesie: William Kroger (1977)
  • Acht-Punkte-Programm: Emest und Josephine Hilgard (1975)
  • Eriksonscher Ansatz einer hypnotherapeutischen Paargeburtsvorbereitung: Noelle Poncelet (1990)
  • Hypnoreflexogene Methode der Geburtsvorbereitung: Schauble (1998)

Grundlage ist die Auflösung des Kreislaufs von Angst, Anspannung und Schmerz, der in der Regel den Geburtsvorgang begleitet, die Schmerzen verstärkt und Komplikationen hervorrufen kann. Eine breit angelegte Studie (2001/2002) konnte einen umfassenden, positiven Einflüsse der Hypnose auf die Geburt belegen.

Hypnoseanalyse

Andere Bezeichnung für die Hypnoanalyse sind analytische Hypnose, psychodynamische Hypnotherapie oder hypnodynamisch orientierte Psychotherapie. Allen gemeinsam ist, dass Hypnose im Kontext einer tiefenpsychologischen Arbeit zum Einsatz kommt. Sie unterstützt die klassische Psychoanalyse durch die Verwendung von Trancephänomenen. So können in Trance die Aufmerksamkeit stärker auf den Gegenstand fokussiert, der Inhalt einer Hypnose (wie eine Altersregression) zum Gegenstand der Analyse oder aber die Arbeit am Widerstand gegen die Erkenntnis deutlich reduziert werden.

Erste Hilfe

Ergänzend zur notärztlichen Versorgung kann hypnotische Kommunikation eingesetzt werden, um die Zeit bis zum Eintreffen von professioneller Hilfe sinnvoll zu nutzen. Hierzu bedarf es jedoch unbedingt einer umfangreichen Ausbildung in hypnotischer Kommunikation, da zum Beispiel verunfallte Menschen oft schon durch den Schock bereits in einem Zustand sind, der sie sehr empfänglich für Suggestionen macht. Die positive Wirkung konnte bei ausgebildeten Rettungsassistenten gezeigt werden.

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