Forscher erzeugen künstlich "außerkörperliche Erfahrung"
Donnerstag, den 06. November 2008 um 11:44 Uhr
London/ England – Englischen und Schweizer Neurologen ist es gelungen, so genannte „außerkörperliche Erfahrungen" (Out-of-Body-Experiences, OBEs) unter Laborbedingungen künstlich zu erzeugen. Damit untermauern die Forscher ihre Theorie, wonach derartige Erlebnisse rein neurologischer Natur und keine übersinnlichen Ereignisse sind.

Immer wieder berichten Menschen, besonders bei Nahtoderfahrungen, von der Wahrnehmung, dass sie sich von ihrem Körper gelöst hatten.

Wie die BBC berichtet, verwendete das Team aus Wissenschaftlern des „University College London (ULC)“ und dem „Swiss Federal Institute of Technology“ in Lausanne computergesteuerte Virtual Reality Brillen, um den Hirnen der 10 Probanden erfolgreich vorzugaukeln, dass sich ihre physischen Körper an einem anderen Ort befinden.

Die erfolgreiche Testreihe untermauert die Theorie der Forscher, dass es für OBEs eine rein neurologische Erklärung gibt. Zudem erhoffen sich die Forscher, dass die Ergebnisse zu neuen Anwendungsmöglichkeiten für Computerspiele als auch im virtuell medizinischen Bereich führen werden. Gamer könnten sich so wortwörtlich „mitten im Spiel“ fühlen und Ärzte könnten sich deutlich besser in virtuell ferngesteuerte Fern-Operationen einfühlen.

Im Experiment, das jetzt im Fachjournal „Science“ beschrieben wurde, standen die Probanden vor einer Kamera, die dann die Rückansicht der Person auf den Bildschirm in der Brille projizierte. Die Probanden sahen also eine Art virtuelle, dreidimensionale Darstellung ihres eigenen Körpers vor sich.

Wenn man die Testpersonen dann mit einem Stift über den Rücken strich, sahen sie, wie dieser Aktion zeitgleich oder mit leichter Verzögerung auch an ihrem virtuellen Abbild vollzogen wurde.

Die freiwilligen Probanden berichteten nun, dass es sich viel eher so anfühlte, als werde der virtuelle und nicht der eigenen physische Körper berührt, was wiederum zu der Empfindung führte, als ob der virtuelle Körper und nicht der physische Körper ihr eigener sei.

Wurden die Brillen ausgeschaltet und die Probanden einige Schritte Abseits ihrer ursprünglichen Standort positioniert, und dann gebeten, an ihren Ausgangspunkt zurück zu gehen, so gingen sie zur vermeintlichen Position des virtuellen Körpers zurück.

Auf diese Weise gelang es den Wissenschaftlern auch bei den Probanden physische Reaktionen wie Schweißausbrüche zu provozieren, in dem sie die virtuellen Abbilder beispielsweise in Stresssituation versetzten.

Auch eine der Hauptvertreterinnen der rein neurologischen Theorie, Dr. Susan Blackmore, zeigt sich von den Untersuchungsergebnissen bestätigt.

Ob Untersuchungsaufbau, Methodik und Ergebnisse allerdings alle beschriebenen außerkörperlichen Erfahrungen und Umständen gerecht werden, bleibt anhand der Lektüre derartiger Erlebnisse fraglich. Noch weniger erklärt das Experiment jene Fälle von gezielten oder unbewussten Astralreisen, wenn sich die gemachten Erfahrungen auf Räume, Gegenden oder sogar fremde Länder beziehen, von welchen die Person räumlich entfernt ist.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com


 

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